SEA, SEO,... WER?!

Der Gedanke eine Suchmaschine, zum Beispiel Google, für Werbung zu nutzen, erscheint vielen recht befremdlich. Ist es nicht ohnehin ihre Aufgabe, meine Seite zu finden und anzuzeigen, wenn jemand mein Unternehmen sucht?

Suchmaschinenoptimierung

Seit mittlerweile drei Jahren haben wir bei MASSIVE ART ein 4-köpfiges Online-Marketing-Team – Schwerpunkt: Werbekampagnen auf Google, Facebook und Co. Immer wieder bekomme ich die Frage gestellt, warum wir uns diesem – nicht gerade wenig komplexem – Thema widmen. Bewegen sich Web-Agenturen normalerweise doch viel lieber in Richtung Suchmaschinenoptimierung.

Die Antwort darauf ist natürlich vielschichtig. Ich möchte meinen Gastbeitrag hier jedoch nutzen, um einen für mich besonders interessanten Aspekt zu beleuchten: dem Kostenvergleich zwischen SEO und SEA.

S-E-Wer?

Gleich vorweg eine kleine Begriffserklärung. Die Abkürzung „SEO“ steht für „Search Engine Optimization“ und deckt alle Maßnahmen rund um die Optimierung einer Website ab – d. h. im Idealfall werden Sie im organischen Ergebnis einer Suchmaschine ganz (weit) vorne platziert.

Im Gegensatz dazu steht „SEA“ für „Search Engine Advertising“ (oft wird auch „SEM“ oder „Search Engine Marketing“ dazu gesagt). Nomen est omen, hier geht’s um die Schaltung von Anzeigen in einer Suchmaschine.

Werbung auf einer Suchmaschine? Ist das nicht unsinnig

Der Gedanke eine Suchmaschine, zum Beispiel Google, für Werbung zu nutzen, erscheint vielen recht befremdlich. Ist es nicht ohnehin ihre Aufgabe, meine Seite zu finden und anzuzeigen, wenn jemand mein Unternehmen sucht?

Ja schon, nur ist es leider nicht ganz so einfach. Pro Suchbegriff oder Begriffskombination findet Google unendlich viele Seiten – das ist Ihnen sicherlich längst bekannt. Man muss sich also schon etwas bemühen, wenn die eigene Website unter den Top-Treffern sein soll.

SEO-Attacke auf das organische Ergebnis

Ich kann im Rahmen eines kurzen Blogs nicht zu tief ins Detail gehen, aber kurz gesagt: Durch technische Optimierungen, kontinuierliche Arbeit an den eigenen Inhalten, diversen Link-Partnern und noch vielen anderen Methoden, kann die gewünschte Top-Position erreicht werden. Die beiden wichtigsten Faktoren dabei sind Arbeitsstunden und Zeit. Und damit sollte das primäre Problem von SEO auch schon ersichtlich sein: Wer will schon lange warten und viel Geld für hochwertige Inhalte investieren?

SEA kostet (auch) Geld, spart aber Zeit

Und hier kommt SEA ins Spiel. Der Vorteil der bezahlten Google-Anzeigen ist nämlich, dass ich eine Kampagne schon nach nur wenigen Stunden online stellen kann. Mit einem professionellen Partner an der Seite lässt sich das eingesetzte Budget auch sehr gut verwerten. Dabei ist es wichtig, die Klick-Kosten möglichst gering zu halten. Denn man bezahlt nur dann, wenn auch tatsächlich auf die Werbung geklickt wird. Und mit einer anständigen Analyse der Kampagne weiß man in Echtzeit, ob sich das Ganze auch lohnt.

Sollen wir SEO also ganz lassen?

Jetzt wäre man natürlich versucht, seine hart verdienten Euros nur noch in billige Anzeigen zu stecken. So würde man allerdings gegen sich arbeiten. Denn der Suchmaschinen-Riese hat so viele Anfragen für Anzeigenschaltungen, dass er es sich leisten kann, die Qualität der Anzeige und der verlinkten Zielseite zu messen. Zur Erklärung ein kleines Beispiel:

Ich möchte online Potenzpillen verkaufen und schalte daher eine Anzeige mit Keywords bekannter Sportwagenhersteller. Die Zielgruppe sollte doch ähnlich sein, oder? Den Anzeigentext verfasse ich frech: „Länger Spaß für Sportwagenfahrer“. Die Anzeige verlinkt auf meinen Online-Shop.

Google analysiert nun den Anzeigentext, vergleicht ihn mit dem Inhalt der Zielseite und bringt alles in Korrelation mit den verwendeten Keywords. Dabei kommt logisch heraus, dass das eine nicht viel mit dem anderen zu tun hat. Also wird die Anzeige nicht besonders weit oben gelistet.

Es ist daher trotz bezahlter Anzeigen wichtig, die Zielseite im Sinne von SEO aufzubauen, um die Performance der Anzeigen zu optimieren.

Gott, ist das kompliziert

Jetzt aber nicht verzagen. Das klingt zwar alles recht komplex, unsere Erfahrungen zeigen aber, dass ein Unternehmen gemeinsam mit einem professionellen Partner sehr schnell Know-how und Expertise aufbauen kann. Dadurch ist das Management dann in der Lage, vernünftige Budgetentscheidungen auf Basis echter Zahlen und Erfahrungen zu treffen. Und da der Werbemarkt immer stärker in Richtung Web abwandert, ist es ratsam, es sich dort schon mal ein wenig gemütlich zu machen.

Bernd Hepberger, MassiveArt, Oktober 2014